Schlagwort-Archiv: deutscher Text

Von der Schönheit und Seltsamkeit des Anlehnens (2017)

Photos: Etienne Girardet

Lehnen, federn, fallen, berühren, ausstrecken, anschmiegen, ausklappen einsacken, hinfläzen, auftanken. // 8 junge Menschen, ein Sofa, viel Raum für Kontakt und für eigensinnige Versuche des Anlehnens und Abhebens. // Es entstehen schöne und seltsame Beziehungen zwischen Körper und Körper, zwischen Körper und Boden, Körper und Sofa, Körper und Raum. // VON DER SCHÖNHEIT UND SELTSAMKEIT DES ANLEHNENS ist das erste Tanzstück des neuen ACADEMY Produktionshauses. Es ist entstanden aus dem Bewegungsmaterial der Akteur*innen, improvisiert und verabredet, bequem und unbequem, bewegt und eigenwillig.

Akteur*innen: Anna Simonsmeier, Bernadette Schnabel, Felipa Goltz, Han Nguyen, Jacob Ernst, Katharina Dittrich, Klara Kruse Rosset, Larisa Brettingham-Smith

Choreographie: Eliane Hutmacher und Susanne Martin
Künstlerische Beratung: Rachel Hameleers Produktion: Ronja Hinz

ACADEMY. Die Bühnenkunstschule für Menschen aller Kulturen von 13 bis 19 Jahren. Ein Projekt der Alten Feuerwache und der Gasag. Unterstützt von der Kreuzberger Kinderstiftung und der Stiftung am Grunewald.
Das ACADEMY Produktionshaus ist eine Produktionsstätte von, mit und für jugendliche Bühnenkünstler*innen. Es möchte Zuhause und Plattform sein für Bühnenexperimente aller Art. Ob Tanz, Schauspiel, Gesang oder alles vermischt zu einem Ganzen mit, mit voller Energie und ganzem Einsatz kommen hier professionelle Bühnenkünstler*innen, aber auch junge Macher*innen und vor allem Jugendliche der ganzen Stadt zusammen und produzieren Vorstellungen: Interdisziplinär, möglichst experimentell in Form- und Zielsetzung und mit einem ausgesprochen künstlerischen Ansatz. Mitmachen können alle ACADEMYs, das heißt alle, die das Basisjahr an der Bühnenkunstschule abgeschlossen haben.

Premiere: 30. März 2017, Alte Feuerwache Berlin

Photos: Etienne Girardet

DE

Diese Webseite ist weitestgehend auf englisch, alle Beiträge, die deutsche Texte beinhalten, sind hier versammelt.

AREAL GEÖFFNET Festival Ausufern, Berlin 2013

AREAL geöffnet, 31. August 2013, 17.30 – 21.00 Uhr, Uferstudio 11

The AREAL_Artistic Research Lab Berlin is a network initiative of dancers, choreographers and dance reseachers, supported by Tanzfabrik Berlin. AREAL runs monthly labs for its members as well as regular Open Studios to share and discuss diverse artistic research practices in dance with the public.

Das AREAL­_Artistic Research Lab Berlin ist eine 2011 mit Unterstützung der Tanzfabrik gegründete Netzwerk-Initiative von Künstler_innen mit transdisziplinären, forschungsorientierten Arbeitsansätzen im Bereich Tanz und Performance. Beim Open Studio gibt ein Teil der Gruppe Einblicke in die laufenden Arbeitsprozesse. Mit Geöffnet schafft ein Teil der bei AREAL mitarbeitenden Künstler_innen einen Raum für parallele Arbeitspräsentationen mit kurzen Phasen der Hervorhebung einzelner Ansätze. Während einer durchgehenden Installation wird der Ausstellungsraum zirka halbstündlich mit kurzen Einführungen, Experimenten und Performances bespielt.

Folgende Künstler_innen des Netzwerks  Geöffnet geben dabei einen Einblick in laufende Arbeitsprozesse: Joa Hug, Andrea Keiz, Paula Kramer, Susanne Martin, Crosby McCloy, Katja Münker

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Photos: Paula Kramer, Crosby McCloy
 

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Susi & Gabi’s Salon #9 Ein Abtakt – TanzHochZwei Festival

Die Körper der letzten Tage – Ein Abtakt
15.04.2012 at Tanzfabrik Berlin
Salon Guests: Vincent Bozek und Sophie Jahnke

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Photos AnnA Stein
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A second evening on transforming body and shifting dance practices. This time Susi and Gabi throw themselves and their own current practice of improvisation on the stage working on recipes from two weeks workshops, rehearsals, lectures and personal encounters. The Closing-Salon is a subjective, improvised, unsustainable response to the festival, and is therefore itself a transformational practice. How far-reaching it will be seen … as always.
Supported by Tanzfabrik Berlin

Ein zweiter Abend zum Thema transformatorische Körper und sich verändernde Tanzpraxen. Diesmal werfen sich Susi und Gabi mit ihrer eigenen, aktuellen Improvisationspraxis auf die Bühne und verarbeiten so die Inspirationen und Rezepte aus zwei Wochen Workshops, Proben, Lectures und persönlichen Begegnungen während Tanz Hoch Zwei. Salon-Gäste werden sie aus dem Pool der Künstler und Dozenten des Festivals einladen. Der Abtakt-Salon ist eine subjektive, improvisierte, unhaltbare Reaktion auf die letzten zwei Wochen und damit selbst eine transformatorische Praxis. Wie weitreichend wird man sehen … wie immer.
Der Salon findet statt mit Unterstützung der Tanzfabrik Berlin.

 

Susi & Gabi’s Salon #8 Ein Auftakt – Tanz Hoch Zwei Festival

„Die Körper des Tages – Ein Auftakt“
31.03.2012 at Tanzfabrik Berlin
Salon Gäste: Dieter Baumann, Shannon Cooney, Christa Flaig, Marion Glöggler, Kirstin Heinrich, Jutta Hell, Sophie Jahnke, Gisela Müller, Ludger Orlok, Britta Pudelko, AnnA Stein

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Photos AnnA Stein
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 This salon invites teachers of this year‘s workshop program and the Tanzfabrik team to devote their improvisations to the topic of the body in transformation. In short performances and featured exercises current practices and future dance shows are compared, adopted, celebrated, and perhaps transformed instantly. A meeting between imprography, choreosation, never asked stupid questions and impressive specialization. Susi & Gabi‘s Salon is the prelude to two weeks of further trial and error, questions and watching of physical exercises during the festival.

Der achte Susi & Gabi Salon ist ein Auftakt zum diesjährigen Tanzfabrikfestival Tanz Hoch Zwei. Dafür sind Lehrende des diesjährigen Workshop- und Performanceprogramms und das Tanzfabrikteam sebst eingeladen
sich dem Festivalthema transformatorischer Prozesse zu widmen. In kurzen Performances und vorgestellten Körperübungen werden verworfene, aktuelle und zukünftige Tanzpraxen gezeigt, verglichen, verabschiedet,gefeiert und vielleicht vor Ort transformiert.
Für Gabriele Reuter und Susanne Martin ist der Salon Auftakt zu zwei Wochen Weiterprobieren, Weiterfragen, Weiterbeobachten von Körperpraxen während des Festivals. Die Verarbeitung der Ergebnisse zeigen sie am 15.04. um 18.00 in den Uferhallen in “Susi & Gabis Salon # 9”: Die Körper der letzten Tage – Ein Abtakt
Der Salon findet statt mit Unterstützung der Tanzfabrik Berlin.

 

Susi & Gabi’s Salon #2 Berlin

100 Fragen an die Improvisation
Salon Guest: Andreas Albert Müller
04.06.2011, Tanzfabrik Berlin

In der zweiten Ausgabe ist Andreas Albert Müller aus Berlin zu Gast, den wir gebeten haben, etwas von seiner Auseinandersetzung mit Rosalind Crisps choreographischen Methoden vorzustellen.
Tanzen aktualisiert sich dauernd durch tanzendes Befragen, Denken und Tanzen laufen ineinander. Das Bewegen spannt sich auf zwischen beweglichen Begriffen vom Bewegen. Als Fortsetzung des Marathons „THEY STILL SHOOT HORSES.“ wird am 5.8. zum Stromereien – Festival in Zürich „Sog“ zu erleben sein: Mit R. Crisp, B. Wiget, L. Archetti und Müller.
‚The rules are made for when you don’t know.’ A. Morrish
More about Andreas:
www.myspace.de/beidemessies
www.myspace.com/happysystem

Susi & Gabi’s Salon #1 Berlin

Salon Guests: Hodworks (Budapest): Emese Cuhorka, Júlia Garai, Júlia Hadi, Adrienn Hód, Csaba Molnàr
08.05.2011, Tanzfabrik Berlin

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100 Fragen an die Improvisation

Ein Salon in dem sich Gabriele Reuter und Susanne Martin auf verschiedenen Pfaden dem Phänomen der Improvisation widmen: praktisch, tänzerisch, theoretisch, mit Zuschauerbeteiligung oder mit geladenen Gästen.
„Wir verstehen unsere 3 Ausgaben bis zum Sommer als Pilotphase, wollen verschiedene Formate für Auseinandersetzung und Austausch erproben, zwischen Chaos und Plan, Spiel ohne Grenzen, Imprographie und Choreosation, nie gestellten dummen Fragen und beeindruckendem Spezialistentum.“
In der ersten Ausgabe ist die Gruppe HODWORKS aus Budapest zu Gast, die gerade eine dreimonatige Residenz in der Tanzfabrik Berlin haben und sich in  ihrem Projekt „Daily Routine“ zwischen Improvisation und Choreographie bewegen. Das Showing „Choice“  im Radialsystem am 2o. Mai um  17.00 wird die  Residenz von HODWORKS in Berlin beschließen.

HODWORKS was founded by Adrienn Hód in 2007. Besides permanent members the company also invites performers from different fields of art.
The work is based on a method invented by Adrienn Hod, which focuses on the creation of new forms of movement and dramaturgical principles. Her pieces are presented in theatres as well as site specific venues.
www.hodworks.hu

 

Rosi bei Freistil – Die Kunst der Improvisation (2008/2009)

„Material zu Rosi tanzt Rosi“ Eine Soloimprovisation

Freistil at Tanzfabrik Berlin 6. 4. 2008

Was macht Tanz lesbar für die Zuschauer?
Was ist der Text eines Tanzes?
Wie erhalte ich meine Freiheit in der Improvisation, wenn ich mit klaren thematischen Grenzen und Narration arbeite?

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“Neuigkeiten aus der Rosi-Welt“ eine Improvisation von Susanne Martin

Freistil at Tanzfabrik Berlin 3.5. 2009

 

“Rosi tanzt Rosi“ ist ein Solo Projekt, dass sich durch 2 Jahre Masterstudium zieht und auch mein Abschlussstück bilden wird.
Für Freistil gibt es das Neueste von Neuen aus Rosis Welt.

 

Rosi tanzt Rosi – The July/August Version (2008)

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Photos Rita Roberto
IMG_1052_1024 Photo Rita Roberto

Performances: July 2008 at Uferstudios Berlin as part of MA SODA research showings and
August 2008 at HALLE Berlin as part of the International Dance Festival Tanz im August
Supported by: HZT Berlin

Rosi tanzt Rosi is a piece, a process, a movement towards a fictional character; it’s also my continuous research subject/object throughout my MA studies (Solo/ Dance/ Authorship at HZT Berlin). When she appeared first she was a dream figure, a projection born out of the sexual fantasies of Claudia (solo 2005). Then she became a real person, a dancer, somebody that is professionally impersonating the erotic fantasies of her audience (and by now in this job since 40 years). Then she became an ageing Rosas dancer; then an highly honoured soloist celebrating her retirement from stage at the age of 60 (January 08); then she was object to dance science (February 08). Now she’s returning to stage.

Rosi tanzt Rosi ist ein Stück, ein Stück Prozess, die Annäherung an eine Figur, auch mein roter Faden durch mein Studium. In ihrem ersten Erscheinen war Rosi eine Wunschfigur, die Projektion sexueller Träume von Claudia (Solo von 2005). Dann wurde sie zur realen Figur, eine Tänzerin, eine Person, die berufsmäßig Projektionsfläche erotischer Fantasien ist – mit inzwischen 40 Jahren Berufserfahrung. Dann wurde sie zur in die Jahre gekommenen Rosas-Tänzerin. Dann wurde sie zur hochverehrten Solistin, die zu ihrem sechzigsten Geburtstag ihren Bühnenabschied begeht (Januar 08). Dann wurde sie zum Objekt der Tanzwissenschaft (Februar 08). Jetzt widmete sie sich plötzlich (ein Comeback?) der Improvisation.

Rosi tanzt Rosi I (2008)

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Photos Andrea Keiz
Foto Andrea Keiz IMG_2496_1024

Solo
Duration: 10 min.
Performances: 3./ 4. Jan. 2008 at Sophiensaele Berlin during the festival Tanztage 2008
Supported by: HZT Berlin

„Ist das nicht ein bisschen…….?“
„Aber die Leute lieben sie“
„Irgendwann muss doch mal Schluss sein …. Du hast schon den Artikel gelesen……? (…) und zeugt ihr Tun eigentlich von einem fortschreitenden Realitätsverlust oder eher von selbstbewusst zukunftsweisender Verschiebung tanzästhetischer Grenzen oder handelt es sich um profane ökonomische Verzweiflung? (…)“
„Na hybrid halt, postmodern, das könnte Kult werden“

In der Fortsetzung der Familiensage „JULIO “ (2006) ist „Rosi tanzt Rosi“ eine weitere Charakterstudie. Im Gegensatz zu den liebenswerten Laientänzern Klaus und Claudia bei „JULIO “ ist Rosi eine Vollbluttänzerin und das Stück eine Hinwendung zu Choreographie im traditionellen Sinne.

JULIO (2006)

A piece about longing, ageing and the music of Julio Iglesias

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Photos Antonella Travascio
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JULIO is a patchwork project. It has been presented internationally in different versions and lengths. The two solos can also stand for themselves and have been performed independently. The group version with guest lecturer and singer is at the moment only available in German language. The guest appearance of Julio Iglesias unfortunately had to be cancelled for budget reasons.

Supported by: Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Fonds Darstellende Künste e.V., Tanzfabrik Berlin

Group Version – 90 min – German language (English/ Spanish):
premiered in Tanzfabrik Berlin, April 2006, with Eliane Hutmacher, Olaf Stuve, AnnA Stein, Susanne Martin and a film by Andrea Keiz and Susanne
Solo Version – 60 min – English or German (Spanish):
premiered during Notafe Dancefestival Viljandi, Estonia, July 2006, with Susanne Martin and a film by Andrea Keiz and Susanne

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Photos AnnA Stein
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Press: “ein kurzweiliges und herzwarmes Stück über die verschwommenen Wahrheiten der Unterhaltungsmusik, über Sehnsüchte und Selbstfindung und darüber, dass man für letzteres doch nie zu alt ist.“
“The overall effect resonated ambiguously and intriguingly between blunt comedy and poignant character study”
“Martin hits the right note. The result is tenderly comical, smilingly human. A Chaplin for the 21st Century.”

Group Version:
Old Herr K. Müh talks silently about his outset for a more sensuous life. The elderly Claudia shows talkative her ever concealed desires. The referee opens the possibility to think gender anew, while the kitsch singer next to him counterpoints him. A documentary film about old tourists in Mallorca hopes to find the individual fragility, oddness and claims to love inside the stereotyped mass concept of a controlled “luxury of the minimum” for pensioners on the “German island”. During a jazz dance duet with a friend (Amigos) Herr Müh twists around again every clarity on identity, and the evening is framed by a silent observing view on a hotel swimming pool in the photos of AnnA Stein. During all this appears again and again the music of Julio Iglesias as Leitmotiv.

Gruppenversion:
Der alte Herr K. Müh erzählt stumm von seinem Aufbrechen in ein sinnlicheres Leben, die alternde Claudia zeigt wortreich die verhinderten Begehren, ein Bildungsreferent eröffnet die Möglichkeit Geschlechtlichkeit neu zu denken, während die Schnulzensängerin ihn konterkariert. Der Film Golden Playa über Seniorenpaare und Singles auf Mallorca hofft in der stereotypen Massenhoffnung vom kontrollierten Mindestluxus für Rentner auf der „deutschen Insel“ die individuellen Brüche, Verschrobenheiten, Liebesansprüche und –erinnerungen ans Licht zu holen. Im Jazztanzduett mit einem Freund verdreht Herr Müh noch mal alle Klarheiten von Identität. Der Abend wird eingerahmt von der still beobachtenden Aufsicht eines Hotelswimmingpools in den Fotos von AnnA Stein. Zu all dem taucht leitmotivisch immer wieder die Musik von Julio Iglesias auf.

Solo Version:
Old Herr K. Müh talks silently about his outset for a more sensuous life.
The elderly Claudia shows talkative her ever-concealed desires and invites the audience for a kissing experiment.
The film Golden Playa, about winter tourists in Mallorca, hopes to find the individual fragility, oddity and claims to love inside the stereotyped concept of a Mediterranean holiday island.
In between we see the very personal music video Music For Lovers.  
During all this appears again and again the music of Julio Iglesias as Leitmotiv.